PowerCo, das neue Batterieunternehmen von Volkswagen, und der belgische Werkstofftechnologiekonzern Umicore haben ein Joint Venture zur Herstellung von Batteriematerialien in Europa gegründet. Ab 2025 soll das Joint Venture die europäischen Batteriezellenfabriken von PowerCo mit Materialien versorgen. Bis 2030 wollen die Partner Kathode und Vormaterial für 160-Gigawattstunden Zellkapazität pro Jahr produzieren. Dies entspricht einer jährlichen Produktionskapazität, die für rund 2,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge ausreicht.
Die langfristige Partnerschaft zielt in erster Linie auf die Produktion von Vor- und Kathodenmaterialien in Europa ab, die für die Wertschöpfung von Batterien von zentraler strategischer Bedeutung ist. Im Rahmen von Zusatzvereinbarungen wollen Umicore und PowerCo auch zukünftig bei der nachhaltigen und verantwortungsvollen Beschaffung von Rohstoffen zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund wird Umicore auch Raffinierungsdienstleistungen für PowerCo erbringen.
Zu einem späteren Zeitpunkt wollen die Partner auch Raffinations- und Recyclingaktivitäten in das Joint Venture einbringen. Das Joint Venture soll in 2025 mit der Produktion beginnen und zunächst die PowerCo Zellfabrik in Salzgitter beliefern, um ab 2026 eine jährliche Kapazität von 40 Gigawattstunden zu ermöglichen. Je nach Markt- und Nachfrageentwicklung wollen beide Partner die jährliche Produktionskapazität auf 160 Gigawattstunden um 2030 erhöhen.
Gemeinsam sollen drei Milliarden Euro in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten für Batteriematerialien investiert werden. Die Partnerschaft zielt darauf ab, PowerCo Zugang zu innovativem, nachhaltig beschafftem und maßgeschneidertem Hochleistungsbatteriematerial für seine Unit Cell-Strategie in Europa zu wettbewerbsfähigen Preisen zu ermöglichen.
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